Plymouth

by Rafa
(Salgesch City)

The Hoe

The Hoe

The Hoe Karte

"Ladies and gentlemen, please fasten your seatbelt. We are arriving in London."

Wuhuuu, das Abenteuer kann beginnen! Jedoch nicht in London, das wäre zu langweilig. Die englische Hauptstadt ist eigentlich nur Mittel zum Zweck, denn die Reise sollte uns nach Plymouth führen.

Plymouth ist eine Stadt im Südwesten Grossbritanniens, die zurzeit rund 250'000 Einwohner zählt. In der Grafschaft Devon gelegen, gilt sie als grösste Stadt im Süden Londons. Plymouth ist der Standort der königlich-britischen Marinewerft mit dem grössten Marinehafen Westeuropas. Diese geschichtsträchtige Stadt ist nicht zu verwechseln mit Plymouth, Massachusetts (USA), die erst 1620 von den Pilgervätern aus Plymouth (UK) gegründet wurde. Die geschichtlichen Wurzeln der britischen Stadt gehen bis ins Jahre 1231 zurück. Damals hiess die Stadt noch "Sutton". Ab 1439 jedoch, unter dem heutigen Namen, ging sie in die Weltgeschichte ein. Sie war Ausgangspunkt mehrerer Übersee-Expeditionen von Sir Walter Raleigh, Sir Francis Drake und James Cook.

Rund 600 Jahre später also, durfte auch ich mir ein Bild dieser Stadt machen. Die Freude bei der Ankunft in Heathrow war riesig und erlitt auch keinen Einbruch, als und mitgeiteilt wurde, dass noch etwa sieben Stunden Busfahrt vor uns stehen würden.

Mit unserer jugendlichen Gelassenheit von damals, blickten wir getrost darüber weg. Bei der Ankunft spät abends in Plymouth, spielte sogar das Wetter mit und beliess es für einmal mit regnen.

Das sollte sich in den kommenden drei Wochen jedoch ändern: Wir erlebten, nach Aussagen unserer Gasteltern und einigen angesehenen Meteorologen, den kältesten Sommer seit 30 (!) Jahren. Das Ambiente der Stadt und vor allem der Hafen, waren aber Trost genug. Wer noch nie in Plymouth war, sollte undbedingt "The Hoe" besuchen (siehe Bild). Dieser etwas doppeldeutige Name steht für einen Hügel mit Leuchtturm, direkt an der Küste. Von hier aus hat man einen fantastischen Überblick über den kompletten Hafen und die riesige Weiten des Meeres.

Eine weitere Sehenswürdigkeit am Hafen ist der Punkt, von dem die geschichtsträchtige "Mayflower" damals in See gestochen ist. Ihre Reise sollte einst in den Staaten enden...

Nebenbei besuchten wir noch halbtags eine britische Schule, vergleichbar in etwa mit dem was wir hierzulande "Gymnasium" nennen. Um ehrlich zu sein, lernten wir dort schulisch nicht sehr viel, dafür viele neue Kollegen aus aller Welt kennen. Im Kontakt mit eben diesen, vor allem in der Freizeit, lag für mich der grösste Lerneffekt. Weil man halt gezwungen war, einem Spanier beispielsweise die Tennisregeln auf Englisch zu erklären. Deutsch verstand der ja nicht...

Das Tennis war es auch, das mitunter für eines der schönsten Erlebnisse unseres dreiwöchigen Aufenthalts sorgte. Wie immer im Sommer, wurde in London um den Wimbledon-Titel gekämpft. Es war damals die Zeit des jungen, spanischen Emporkömmlings Rafael Nadal, der unserem Volkshelden Roger das Leben schwer machte. Mitten in Plymouth, auf dem grossen "Stadtplatz", wurde eine Public Viewing-Zone eingerichtet. Mit zwei Kollegen aus der Schweiz verfolgte ich damals das Spiel, ausgerüstet mit einer Schweizer Fahne. Weil eben gerade Hochsommer war, befanden sich wohl mehr Spanier als Briten in Plymouth. Nichtsdestotrotz schwenkten wir fleissig unsere Fahne und applaudierten heftig. Roger musste kämpfen, es kam zum fünften und entscheidenden Satz. Wir spürten, wie die wenigen Briten, die da waren, nun auch noch für den Spanier zu jubeln begannen. Mutig wie einst Willhelm Tell, feuerten wir unseren Schweizer bis zum Schluss inmitten der spanischen Armada an. Und es lohnte sich - Roger holte den Titel!

Nach den drei Wochen im Vereinigten Königreich war ich dann auch wieder glücklich, nach Hause zurückzukehren. Der Aufenthalt hat mir einiges an Sicherheit bezüglich des Sprechens gebracht. Den Wortschatz konnte ich ebenso vergrössern. Der grösste Gewinn jedoch, lag im Kennenlernen von ausländischen Studenten, mit denen ich heute noch in Kontakt stehe. Obwohl nicht alle von ihnen die englische Sprache sehr gut beherrschen, gibt es doch einige, die mich überraschten (z.B. die Finnen). Eines konnte ich jedoch feststellen: Wir Schweizer haben, verglichen mit anderen europäischen Studenten, ein sehr gutes Englischniveau...

Click here to post comments

Join in and write your own page! It's easy to do. How? Simply click here to return to Erfahrungsbericht.
















Karteikarten Software


Mit dem Computer sind Karteikarten schneller erstellt, und die Karteikarten werden automatisch in einem sinnvollen Rhythmus abgefragt.
Karteikarten Software
























Warum nicht schneller lesen lernen?

Schneller lesen lernen

Speed-Reading






















Die positiven Effekte von Sport aufs Lernen

Positiven Effekte von Sport

Sport






















Wie auch du ganz einfach eine Seite wie diese erstellen kannst!

Wie auch du dein E-Business erstellen kannst

Build an E-Business!
with SBI!