Volontärarbeit in Indien

by Karin Freiburghaus
(Stalden)

Taj Mahal

Taj Mahal

Taj Mahal Camp in Lalsot Strand in Goa Camp in Goa

Vom 08.08-03.10.2011 war ich in Indien und war dort als Volontär tätig.
Die Vorbereitungen verliefen ohne grosse Probleme.
Vor dem Start meiner grossen Reise war ich nervös. Ich wusste nämlich nicht ob es mir gefällt, ob ich nach 2 Tagen wieder nach Hause will oder ob ich am liebsten in Indien bleiben will.

Kurz zusammengefasst war ich einen Monat in Bilona (Nähe Lalsot und ca. 4h von Jaipur entfernt). Anschliessend war ich für einen Monat in Majorda - Goa.

Ich habe mich entschlossen, eine Art Zusammenfassung meiner Reise nach Indien zu machen. Details und noch mehr Fotos sind auf meinem Blog veröffentlicht (Siehe Adresse am Ende)


Nun zu meiner Reise:

Am Dienstag, 09.08.2011 bin ich dann morgens um 01.00 Uhr in Neu Delhi gelandet und direkt zum Hotel. Vis-à-Vis vom Hotelzimmer war ein Slum. Ich war schon etwas schockiert, dass die Menschen da in einer solchen Armut leben und ich hier in meinem Hotelzimmer liege.

Am Dienstagmorgen sind wir dann mit dem öffentlichen Bus nach Jaipur gefahren. Die 6h Busfahrt waren lange, anstrengend und kalt (kalt, weil die Klimaanlagen in Indien immer so stark eingestellt sind)

In Jaipur angekommen hatten wir bis Donnerstagabend eine Einführungsveranstaltung und lebten bei einer indischen Gastfamilie. Freitags fuhren wir zum Taj Mahal. Am frühen Samstagmorgen besuchten wir das Taj Mahal. Es war so eindrücklich und atemberaubend.

Danach reisten wir ins Camp in Lalsot.
Kaum zu glauben, aber im Camp angekommen waren alle schockiert. Wir dachten, ist dies ein schlechter Scherz oder müssen wir wirklich in dieses Camp?
Da Monsumzeit ist, konnten wir nicht bis zum Camp mit dem Auto und mussten die letzen Meter laufen. Ein Kamel + Holzanhänger transportierte unser Gepäck zum Camp.
Im Camp angekommen hatten wir - wie fast jeden Abend - keinen Strom und speisten im halbdunkeln.
Die Dächer des Camps sind aus Stroh und die Wände aus Lehm.
Ich habe mich für das Morgenprojekt unterrichten in der 5.+6. Klasse entschieden. Nachmittags habe ich bei den "Snake Charmers Kids" (Nomadenkindern) das ABC unterrichtet. Wir waren die erste Gruppe die dieses Projekt starteten.
Während der Zeit mit den Nomadenkindern haben sich 2 Kinder entschlossen zur Schule zu gehen.

Komisch für mich war, als wir im nahegelegenen Dorf auf den Markt gingen, haben uns alle Leute so angestarrt. Wir kamen uns vor wie im Zoo. Aber in der Grossstadt wie Jaipur ist alles ganz anders. Da ist man als Europäer eine weniger grosse Attraktion.


Nach der Hälfte startete unsere Reise nach Goa.
Nach 32.5 h mit dem Zug kam ich mit 2 anderen in Goa an.
Und da staunte ich nicht schlecht, wie total anders Goa aussieht und ist. Sogar das Klima ist anders (viel tropischer. Im Norden war die Luft so trocken). Ich kam mir vor, wie in einem Center Park :-)
Hier hatte ich wieder 2 Projekte. Morgens war ich in einem Altersheim und Nachmittags bei den "Fishermen's-Kids" (Kinder der Fischermänner). Dort half ich den Kindern bei den Hausaufgaben und einmal sind wir zusammen mit allen Kindern in den Zoo.

Wir haben wieder am Wochenende verschiedene Städte in Goa besucht, sowie Bangalore.

In Goa sind wir sogar einmal in den Ausgang und einmal ins Casino. Das Casino war auf einem Schiff und sehr eindrücklich.


Im Norden war es heiss, obwohl Monsumzeit war.
Das alles hört sich für aussenstehende sicherlich krass an. Doch eines kann man mir glauben: Hat man den ersten Schock überwunden ist es wirklich wunderschön im Norden. Ich habe gelerent, wie man auch ohne grossen Luxus leben kann und habe mich so erholt von dem ganzen alltäglichen Stress von zuhause. Am Wochenende haben wir immer die umliegenden Städte (Udaipur, Pushkar, Jaipur) besichtigt.
Der Süden hingegen ist ein totales Gegenteil. Die Leute sind durchschnittlich schon reicher als die im Norden. Beide Male habe ich ein so unterschiedliches Indien erlebt und beide Regionen sind wunderschön. Ich will keine einzige Errinnerung missen.
Am liebsten würde ich wieder nach Indien reisen und noch mehr dieser Mentalität/Kultur/Küche/Regionen kennnen lernen.

Ich finde entweder liebt man Indien oder man hasst es.
Falls jemand noch mehr Details wissen will, wie meine Reise war oder noch Fragen hat kann sich zuerst auf meinem Blog informieren (http://karinontour.tumblr.com/ ) und/oder sich mit mir in Kontakt setzen.

Comments for Volontärarbeit in Indien

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Mar 17, 2012
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Antworten
by: Karin

zu deinen Fragen:

1. Kannst du noch etwas über die Erfahrung des Unterrichtens schreiben?

2. Haben diese Kinder ansonsten gar keinen Unterricht, oder sind das ganze Jahr über Volontärarbeiter da?

3.Und wie war das Camp bezüglich Essen und Hygiene (Dusche, WC usw.) ?


1. Der Unterricht war eine sehr schöne Erfahrung für mich. Zu sehen, dass ich wirklich etwas bewirken kann. In der Primaschule waren die ersichtlichen Fortschritte grösser als bei den Nomadenkindern. Bsp. In der Primarklasse lernten wir Familiäre Beziehungen (Grossvater, Onkel etc.), was sie nach meiner Abreise auch konnten.
Bei den Nomadenkindern hingegen war das persönliche Level sehr unterschiedlich und so lernte ich oftmals ein Kind lediglich einen Buchstaben in 2 Wochen.
Klar hört sich das nach nicht viel an. Aber wenn man bedenkt, dass die Kinder unser Alphabet eignetlich kaum können und ca. 8 Jahre alt sind.-- die Schulbildung ist halt komplett anders als bei uns....


2. Doch die Kinder haben auch anderen Unterricht. Bsp. Hindi, Singen, Geschichte.. Aber auch nur sehr begrenzt, da die Lehrer auch nicht so hoch qualifiziert sind.

Sehr eindrücklich ist, dass dort der Respekt sehr hoch geschrieben ist und es gibt wirklich Lehrer die Kinder schlagen.. Ich habe es selber miterlebt und es zerreist einem das Herz... :-(
Machen kann man wenig, aus dem Camp-Manager diesen Vorfall zu melden.

3. Zur Hygiene: Heute grinse ich...
Zuvor, in Goa war es regelrecht luxuirös im Gegensatz zum Norden.
Also als ich im Camp angekommen bin war ich nur schockiert, ich hab noch nie so etwas gesehen oder erwartet.
Lehmhütten, Strohdächer und nicht immer Strom. Überall Insekten/Heuschrecken (wer mich kennt, weiss das ich bis zu diesem Zeitpunkt sehr sehr grosse Angst davor hatte). Geduscht haben wir uns mit 2 Eimern. Wasser kam aus einem "Wasserhahn" und nur Kaltes. Am Nachmittag war es warm, da es durch die sonne warm wurde. Geduscht hat man dann provisorisch und ja, Spinnen waren auch da (aber nur ganz kleine)
In Goa war's einfach etwas moderner - Es hab sogar eine Duschbrause

Das einzig Hygienische Mittel was ich hatte war mein Desinfiktionsmittel.

Das Essen war einfach aber gut. Klar die letzte Woche konnte ich das Chappati (Fladenbrot) und den Reis einfach nicht mehr sehen. Aber auch heute noch liebe ich das Essen und bsp. gestern war ich indisch essen :-) also ich liebe das Essen so sehr.

Ich kann eine Freiwilligenarbeit einfach nur weiterempfehlen, weil es auch deine eigende Persönlichkeit stärkt, du lernst was du alles hast UND das die Leute, obwohl sie nichts haben teilen und glücklich sind.


Ich hoffe das hat deine Frage bisher beantwortet?

Dec 04, 2011
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Good Job
by: Mäni

Super Sache!
Mich faszinieren Menschen, die freiwillig in so ein armseliges Land gehen, um dort zu helfen! Ich möchte selber auch unbedingt mal nach Afrika gehen, um dort Kinder zu unterrichten! Kannst du noch etwas über die Erfahrung des Unterrichtens schreiben? Haben diese Kinder ansonsten gar keinen Unterricht, oder sind das ganze Jahr über Volontärarbeiter da?

Und wie war das Camp bezüglich Essen und Hygiene (Dusche, WC usw.) ?

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